P R E S S   R E V I E W S



SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Das Buch des Buches der Bücher (von Martin Z. Schröder)
Vom Antiquar Heribert Tenschert in Ramsen am Rhein ist erneut eine Sensation zu berichten. Nein, es ist noch nicht ganz so weit, daß er die weltweit größte Sammlung von Stundenbüchern besitzt [...]. Der Katalog, der jetzt aus Tenscherts Domizil, der Bibermühle, kommt, kündet von der Sensation des Privatbesitzes von zwei Fust-Schöffer-Bibeln. [...] Martin Walser führt in seinem begeisterten Vorwort zum Katalog die Bibeln der Tenschert-Sammlung zu einem Stoff zusammen, aus dem sich europäische Weltgeschichte schneidern ließe über weltliche Herrscher und geistliche Oberhäupter, über fromme und vermögende Vorbesitzer von Luxus-Bibeln und die Handwerker, die mit allen in enger Beziehung standen. Walser nennt diesen schönen Bibel-Katalog „ das Buch des Buches der Bücher.“
(22. November 2003)


THE BOOK COLLECTOR
The Printed Book of Hours (von Nicolas Barker)
Never again will so much information about text and pictures, so many illustrations of critically important pages, be laid before those interested in these books. It will, indeed, be a long time before all the facts that Tenschert and his contributors have collected can be digested. They provide the means of making a detailed analysis both of the texts and of
their pictorial and ornamental accompaniment. Taking to pieces and reassembling, so to speak, these immensely complex books is the only way to understand both market and audience. […]
(Vol. 53 No. 3, Autumn 2004)
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BERLINER ZEITUNG
Von der Liebe, von der Arbeit, vom Spiel (von Arno Widmann)
Wer noch glaubt, Bücher wären ausschließlich zum Lesen da, der wird von Heribert Tenschert sehr schnell eines Besseren belehrt. Wenn Tenschert über ein Buch spricht, dann steht er auf und holt und zeigt es. Er muss es in der Hand halten, und nichts ist ihm unverständlicher als ein Mensch, der seinen Verstand soweit um seinen Körper gebracht hat, dass er nicht einmal mehr den Wunsch verspürt, zu sehen, zu fühlen, ja zu hören, worüber er redet. „Natürlich kann man die Kritik der reinen Vernunft’ auch in einer Reclam-Ausgabe lesen. Aber der wirkliche Genuss stellt sich doch erst ein, wenn ich die 1781 bei Johann Friedrich Hartknoch in Riga erschienene Erstausgabe in Händen halte.“ „Und wenn sie noch Anmerkungen von Kant enthielte...,“ werfe ich ein. Er blickt mich überrascht an. Mit so viel Ignoranz hatte er nicht gerechnet. „Kants Handexemplar mit den von Erdmann 1881 edierten Anmerkungen ist seit 1945 verschwunden. “
(11./12. September 2004)
[Lesen Sie den kompletten Text.]


SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Von Mitternacht bis Abend. Stundenbuchdrucke in einem grandiosen Katalog. Glanzvollstes Beispiel dieses ehrgeizigen Versuchs der Frühdrucker, ihr mit einer neuen Technik hergestelltes Produkt dem bislang üblichen Manuskript zum Verwechseln ähnlich zu machen, sind die vom Ende des 15. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts vorwiegend in Frankreich gedruckten Stundenbücher. Deren 158 hat der Antiquar Heribert Tenschert über Jahre hinweg gesammelt und nun in einem grandiosen dreibändigen Katalog von seinerseits bibliophilem Anspruch zusammengestellt. Dank der Sammler- und Verleger-Leidenschaft Heribert Tenscherts haben wir nun ein klareres Bild von den Wechselbeziehungen zwischen Handschrift und Druck an der Grenzlinie zwischen Mittelalter und Neuzeit. Wer die Einschränkungen kennt, die Autoren und Verleger kunsthistorischer Untersuchungen bei der Publikation ihrer Forschungsergebnisse hinnehmen müssen, kann nur voller Bewunderung sein angesichts dieser wissenschaftlichen und verlegerischen Leistung, in der, wie bisher noch nie gesehen, Inhalt und Form eins werden. (Osterausgabe 10./12. April 2004)


NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

Die Bibliothek der Stunden. Das Unternehmen ist monströs, grossartig, verschwenderisch, atemberaubend und für den Leser siebeneinhalb Kilo schwer. Es ist in einem längsformatigen Schuber in drei Bänden zu haben. Kein wissenschaftlicher Verlag hätte sich darauf eingelassen. Und: Kein wissenschaftlicher Verlag hätte die Möglichkeit gehabt, auch nur an die Bestände heranzukommen. Es geht also um zweierlei: um eine spektakuläre Sammlung von 158 Stundenbuchdrucken... und um einen Katalog, der diese Sammlung wissenschaftlich dokumentiert. Hier öffnet sich ein Fenster auf den entstehenden Buchmarkt der Neuzeit im wunderbar fliessenden Übergang von der Handschrift zum ausgemalten und individuell verzierten Druck. Was die Universitäten heute allein nicht leisten können, ist in die Hand des freien Unternehmertums gegeben. Der Katalog fasst stilistisch nahe Exemplare in Kapiteln zusammen, denen jeweils ein das Typische darstellender und explizierender Einführungstext vorausgeht. Danach werden die einzelnen Stundenbücher en détail beschrieben und in den Kontext der namhaften Pariser Künstlerwerkstätten eingeordnet. Jedes Stundenbuch ist mit einigen typischen Bildern und Ornamenten (fast immer in Originalgrösse!) vertreten; besonders schöne und auffallende Bucheinbände sind abgebildet. Diese besondere Sammlung hat einen besonderen Käufer verdient. Und dieser unbescheidene Katalog darf die Wissenschaft in ihren bescheidenen Möglichkeiten beschämen. (16. März 2004)


NZZ AM SONNTAG

Marienleben, Totentänze. Das umfassende Katalogwerk «Horae B.M.V. » zitiert im Titel ein Kernstück der mittelalterlichen Stundenbücher: Die «Horae Beate Maria Virginis» oder «Stunden der Heiligen Jungfrau Maria», die jeweils acht Szenen aus dem Marienleben schildern – von der Verkündigung bis zur Krönung der Muttergottes. Die drei Bände beschreiben die einzelnen Objekte in chronologischer Ordnung. Die Holz- und Metallschnittserien der Sammlung werden stilkritisch datiert und lokalisiert, die grossen und kleinen Grafikserien, deren Themen vom Marienwunder bis zum Totentanz reichen, sowie die Bordürenreihen akribisch dokumentiert. Die Geschichte der Druckwerkstätten zeigt en détail, wie Verleger, Drucker, Buchmaler und Formschneider zusammenwirkten. (2. November 2003)


HERIBERT TENSCHERT APPOINTED CHEVALIER

On 25 September 2002, Heribert Tenschert of Antiquariat Bibermühle, Ramsen/Switzerland, has been appointed « Chevalier des Arts et des Lettres » by Mr. Jean-Jacques Aillagon, the French Minister of Culture and Communication.
Heribert Tenschert was awarded this honour for his dedication to cultural and literary heritage in France and the world, especially in the field of medieval manuscripts.



Jean-Jacques Aillagon confers the order to Heribert Tenschert


SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN

Ein Stundenbuch sorgt für Aufsehen



Stolz präsentiert Heribert Tenschert (rechts) den Faksimileband des kostbaren Stundenbuches (17. Juni 2000)


HANDELSBLATT

Meisterwerke der Buchkunst. «Der zehnte Handschriftenkatalog von Heribert Tenschert ist französischen Manuskripten gewidmet. 34 herausragende Beispiele, darunter einige weltliche Texte sowie vor allem Stundenbücher, markieren einen zeitlichen Rahmen vom 13. Jahrhundert bis zu den späten Regierungsjahren Ludwigs XIV. ... Mit diesem Angebot würdigt Heribert Tenschert gemeinsam mit seinen wissenschaftlichen Mitarbeitern Eberhard König und Gabriele Bartz die in Frankreich hochentwickelte Kultur von Schrift, Dekor und Bild. Die Preise für diese kulturhistorisch bedeutsamen Werke liegen zwischen 12 000 SFr. und 2 Millionen SFr.» (12. September 2000)



WELTKUNST

Vom Ursprung der Eidgenossenschaft. "Heribert Tenschert vom Antiquariat Bibermühle (Ramsen/Schweiz) hat während der CULTURA in Basel erstmals eine bedeutende Sammelhandschrift vorgestellt. Die umfangreiche Handschrift wurde in den Jahren 1500/01 durch den Freiburger Notar und späteren Stadtschreiber von Biel, Ludwig Sterner (gestorben 1541) geschrieben; zuletzt befand sie sich im Besitz der ebenfalls aus Freiburg stammenden Familie von Diesbach. Es ist das Verdienst Heribert Tenscherts, das einmalige Dokument von dem Wissenschaftler Frieder Schanze (Universität Tübingen) eingehend untersucht haben zu lassen. Das aufwendige Unternehmen hat sich geloht, denn es stellte sich heraus, daß hier das Originalmanuskript Sterners vorliegt, das als verloren galt. Nicht nur als Zeugnis eidgenössischen Selbstverständnisses ist Sterners Werk beachtlich. Es hat auch einen unschätzbaren Wert als Überlieferungsträger, da nur durch diese Beschreibung die Lenzsche Chronik und eine Reihe politischer Lieder erhalten geblieben sind. Eine Faksimilierung der Handschrift durch das Antiquariat Bibermühle steht kurz vor dem Abschluß, so daß, zusammen mit dem wissenschaftlichen Kommentarband, einer eingehenden Beschäftigung mit ihren Texten nichts mehr im Wege steht." (70. Jg., Heft 15; 15. Dezember 2000).



"Sterner-Chronik" Freiburg, 1500/01, Sammelhandschrift; Antiquariat Bibermühle, Ramsen/CH


THE BOOK COLLECTOR

Few catalogues of medieval manuscripts come larger or grander than those Heribert Tenschert, and no. 45 is no exception ... Tenschert’s capacity to produce this seemingly endless stream of masterpieces is as remarkable as the catalogues in which they are revealed. No. 45 is as generously illustrated as its predecessors, and the text is a notable addition to the scholarly productions of Eberhard König. (Vol. 49, no. 4. Winter 2000)

"The De Boodt Album ... has now reappeared in the hands of Heribert Tenschert, who has devoted a large illustrated monograph to it, the second in his ‘Illuminationen’ series, and his own catalogue 43. It is conceived on characteristically generous lines, with a series of essays, extensive illustrations and valuable appendixes, one of which lists the entire contents of the albums ... There is clearly much more to be discovered about these remarkable survivals, which will no doubt reveal more about the perception of nature and the ways in which it was copied at the turn of the sixteenth century. Meanwhile, we can only echo the hope expressed in the foreword to the catalogue by Dr M. F. de Boodt that the collection will be preserved as such, with a word of gratitude to Tenschert for this generous study." (Vol 49, No. 2, Summer 2000).


ART & MÉTIERS DU LIVRE

Heribert Tenschert: un libraire d’exception "Seul ce qui est rare et beau m’intéresse". Ces mots caractérisent Heribert Tenschert, ce marchand d’exception, surnommé parfois "l’empereur de la bibliophilie" ... Chacun de ses derniers catalogues, de 500 à 700 pages, fourmille de descriptions, d’analyses scientifiques, de comparaisons avec d’autres manuscrits, et est richement illustré en couleurs. Aucun de ses livres présentés n’apparaîtra dans un autre catalogue. Cette volonté de toujours surprendre, d’étonner, d’émerveiller est la ligne intransigeante de conduit que ce libraire prône depuis ses débuts ... Comme à chaque fois, à la lecture d’un tel catalogue, nous sommes dans l’embarras du choix. Privilégier l’illustration, le texte, le provenance, la reliure, la rareté? ... Une description aussi précise, détaillée, fournie, pointilleuse de chacune des notices de ses catalogues s’appuie sur une bibliothèque de travail de 30.000 ouvrages de référence et de 100.000 catalogues de ventes du XVIIe siècle à nos jours ... Le fonds de ce libraire d’exception, mais le mot paraît trop faible pour cet entasseur du savoir livresque, est de 150.000 livres. Et parmi ceux-ci, 230 manuscrits médiévaux, 100 incunables, 2500 livres du XVIe siècle, 20.000 ouvrages du XXe siècle, et 500 reliures." (No 215, Juli-August 1999).